Gemeinschaftsgarten Gorbitz

Gärtnern am Westhang

Was gibt es Schöneres, als im Frühling die brachliegende Erde zu beackern und auszusäen, was später reife Früchte bringt? An einem Abend Ende Januar traf sich im QM-Laden auf Einladung von Julia Leuterer und Heike Krause eine Gruppe von gartenbegeisterten Menschen, die dieses Hobby nicht allein für sich in der Gartensparte ausüben wollen, sondern im Kontakt mit Gleichgesinnten. „Gemeinschaftsgarten“ nennt sich diese Idee. In Dresden gibt es schon mehrere solcher Projekte, zum Beispiel in der Johannstadt. Anhand des Kurzfilms „Denkanstoß“ Dresden 2013, wurde auf kurzweilige Weise in das Thema eingeführt. In unserer zunehmend individualisierten Gesellschaft, in der sich viele Bindungen aufgelöst haben, ist es wichtig, „Gemeinschaft“ immer wieder auf neue Weise herzustellen.

Am einfachsten gelingt das über ein gemeinsames Tätigwerden. Beim Anbau handfest miteinander in der Erde zu wühlen und im Herbst die Früchte bei einem Erntedankfest zu genießen – das sind die gemeinsamen Träume der Gartenbegeisterten, die jetzt auch in Gorbitz tätig werden wollen. Außerdem gilt es, miteinander ins Gespräch zu kommen, was wer nun wo anbauen will – Rosen oder lieber doch Blumenkohl? Neben dem Gärtnern will die
Initiative also auch demokratische Tugenden – miteinander reden und gemeinsam entscheiden – pflegen. Gedacht ist außerdem an einen Einbezug von Asylsuchenden aus dem Stadtteil. Etwa die Hälfte der 21 Teilnehmer der Auftaktveranstaltung wollen weiter an dem Projekt Gemeinschaftsgarten Gorbitz mitwirken, sie haben sich über einen gemeinsamen E-Mail-Verteiler vernetzt. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, meldet sich bitte beim QM Gorbitz.
Aktuell suchen die Gorbitzer Gärtner nach einer geeigneten Fläche im Stadtteil.